DIABETES INFORMATIONEN

 

Diabetes

Die Diabetes mellitus - oder Zucker- krankheit - ist bereits seit der Antike bekannt. 
Heute ist sie in der Bevölkerung besonders in der “Ersten Welt” weit verbreitet. Dabei gibt es mehrere verschiedene Arten der Zuckerkrankheit

diabites-img1a-1542114622944,51

Diabetes mellitus

Diabetes mellitus - die Zuckerkrankheit - ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, die bereits seit der Antike bekannt ist. Dabei wirkt sich der Insulinhaushalt - die Steuerung des Hormons Insulin im Blut - auf die Körperfunktionen aus. Insulin wird in den Langerhans'schen Inseln in der Bauchspeicheldrüse gebildet und nimmt Zucker (Glukose) aus dem Blut auf, um ihn den Körperzellen als Energiequelle bereitzustellen. Gelingt diese Aufnahme nicht, steigen die Zuckerwerte im Blut an. Schäden von Nerven, Augen und Nieren sind die Folge - wir sprechen von Zuckerkrankheit oder Diabetes. 
Diabetiker sind heute in der Bevölkerung, besonders in der “Ersten Welt”, weit verbreitet. In unterschiedlicher Ausprägung: Mediziner unterscheiden Diabetes Typ 1 oder - häufiger - Diabetes Typ 2, daneben kommen Sonderformen vor, etwa die Schwangerschaftsdiabetes

Typ 1 Diabetes

Bei Typ 1 Diabetes liegt ein schwerer Mangel am Hormon Insulin vor. Bedingt ist Typ 1 Diabetes meist durch einen Fehler in der Immunabwehr. Körpereigene Abwehrstoffe (Antikörper) zerstören statt schädlicher Viren die insulinbildenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse. Die Bauchspeicheldrüse kann in weiterer Folge kein Insulin mehr bilden. Meist beginnt diese Form des Diabetes im Kindes- oder Jugendalter. Typ 1 Diabetes kann aber auch bei Erwachsenen beobachtet werden.

Typ 2 Diabetes

Bei Typ 2 Diabetes ist ausreichend Insulin im Körper enthalten - allerdings entwickelt sich eine verminderte Empfindlichkeit der Körperzellen auf das Hormon. Man spricht von der sogenannten Insulinresistenz. Die Zellen brauchen mehr und mehr Insulin, um den Zucker aus dem Blut überhaupt aufnehmen zu können, die Insulinproduktion steigt an, bis schließlich die produzierenden Zellen „erschöpft“ sind - die Produktion versiegt. Der Typ-2-Diabetes wird oft als "Altersdiabetes" bezeichnet, da er meist erst im Erwachsenenalter beginnt (früher im Mittel bei etwa 56 Lebensjahren). Da immer mehr Kinder und Jugendliche an Übergewicht bzw. Fettleibigkeit leiden, kann Typ 2 Diabetes aber heutzutage immer öfter schon bei Teenagern und jungen Erwachsenen beobachtet werden.
Der Typ-2-Diabetes beginnt im Normalfall erst im Erwachsenenalter, früher oft erst nach dem 50. Lebensjahr. Aus diesem Grund Diabetes Typ 2 im allgemeinen Sprachgebrauch als "Altersdiabetes" bezeichnet. Da heute immer mehr Kinder und Jugendliche an Übergewicht bzw. Fettleibigkeit leiden, kann Typ 2 Diabetes aber mittlerweile auch immer öfter schon bei Teenagern und jungen Erwachsenen beobachtet werden.
Besonders häufig ist Diabetes Typ 2 bei Personen zu beobachten, bei denen in der Familie bereits Diabetes-Erkrankungen aufgetreten sind, ebenso bei Menschen mit Übergewicht oder im Zusammenhang mit Bewegungsmangel. Die erbliche Vorbelastung in der Familie ist generell bei Zuckerkrankheit zu beobachten - sowohl bei Diabetes Typ 1 wie bei Diabetes Typ 2.
Bei Diabetes mellitus besteht auch immer wieder eine Überschneidung mit Fällen von Bluthochdruck oder erhöhten Blutfettwerten (Cholesterin und Triglyzeride)

Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes)

In der Schwangerschaft kommt es ebenfalls manchmal zu einer vorübergehenden Zuckerkrankheit. In diesem Fall liegt bei der werdenden Mutter eine hormonell bedingte verminderte Empfindlichkeit der Zellen gegenüber dem Hormon Insulin vor. Es kommt zu einer gestörten Glukosetoleranz, bei der die Blutzuckerwerte zu hoch sind.
Nach der Geburt normalisiert sich die Glukosetoleranz meist wieder. Allerdings ist danach das Risiko, im späteren Leben Diabetes Typ 1 oder 2 zu entwickeln, stark erhöht.

Symptome bei Diabetes mellitus

Diabetes mellitus äußert sich in einer Reihe von Symptomen, die für sich genommen noch keinen klaren Rückschluss auf Zuckerkrankheit zulassen. Treten mehrere der Erscheinungen gemeinsam auf, klären Mediziner den Verdacht auf Diabetes mittel Bluttests ab. Anschließend wird im Labor ermittelt, welche Form der Zuckerkrankheit vorliegt. Folgende Symptome können bei erhöhtem Blutzuckerspiegel sowohl bei Typ 1 wie bei Typ 2 Diabetes - auftreten:

     Häufiges Auftreten von Wasserlassen und nächtlicher Harndrang
Starker Durst
Geringer Appetit und Gewichtsverlust
Heißhungerattacken (besonders zu Beginn der Krankheit)
Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Kraftlosigkeit
Mundtrockenheit
Nächtliche Wadenkrämpfe

Wie wird Diabetes behandelt?

Die Behandlung von Diabetes mellitus muss unbedingt unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. Regelmäßige Blutuntersuchungen und eine Prüfung der Zuckerwerte in verschiedenen Situationen - nüchtern, nach der Einnahme von zuckerhaltigen Getränken, etc. - sind erforderlich, um die Ernährung von Betroffenen richtig einzustellen. Die Behandlung der Zuckerkrankheit hängt davon ab, welche Form von Diabetes vorliegt. Wir unterscheiden Diabetes Typ 1, Diabetes Typ 2 und Schwangerschaftsdiabetes.

   Typ-1-Diabetes: Da Insulinmangel die Ursache des Typ-1-Diabetes ist, kann diese Form der Stoffwechselerkrankung nur mit Insulin behandelt werden. Das Hormon muss dem Körper, der es selbst nicht ausreichend produzieren kann, zugeführt werden. Dies geschieht mit den bekannten Insulinspritzen.
 
Typ-2-Diabetes: Die Ursache von Diabetes Typ 2 ist häufig in den Lebensumständen zu suchen. Insbesondere in den westlichen Ländern, in denen viele Speisen mit Zuckerzusätzen oder konzentrierten Zuckerformen angereichert werden. Die Basis der Behandlung sind daher zunächst eine Ernährungsumstellung (insbesondere auch der Ersatz kalorienhaltiger Getränke durch Wasser), die Normalisierung des Körpergewichts und regelmäßige Bewegung. Erst wenn diese Maßnahmen erfolglos bleiben, wird Diabetes Typ 2 medikamentös behandelt. Wenn in weiterer Folge der Behandlung ein stärkerer Insulinmangel festgestellt wird - also der Insulinspiegel sinkt - wird auch hier wie bei Diabetes Typ 1 Insulin von außen zugeführt.
 
Schwangerschaftsdiabetes: Besonders in der Schwangerschaft ist es wichtig, auf normale Blutzuckerwerte zu achten. Bei Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen achten Arzt oder Ärztin bereits von sich aus auf Anzeichen von Diabetes. Außergewöhnlich hohe Werte von Zucker im Blut können unbehandelt das ungeborene Kind schädigen. Insulin wird aber erst verabreicht, wenn eine Ernährungsumstellung zu keinem Erfolg geführt hat. Der Grund liegt in der Schwangerschaft selbst: Medikamente werden bei Schwangerschaftsdiabetes nach Möglichkeit nicht eingesetzt, denn diese könnten selbst das Kind und seine Gesundheit gefährden.